Karlheinz Busen

Gefahr Wolf - unkontrollierte Population stoppen

Der Wolf ist wieder ein Thema in unserem Land. Ein Grund zur Freude aus Sicht des Artenschutzes - aber auch ein Grund zum Handeln.

Die immer sichtbarere Verbreitung eines so großen Raubtieres muss sorgfältig begleitet werden. Zurzeit sprechen wir von etwa 60 Wolfsrudeln in Deutschland. Jährlich nimmt die Anzahl der Tiere um ein Drittel zu und noch immer stellen "Hobbyexperten" die Notwendigkeit der Bestandskontrolle infrage.

Anders als Rot- oder Damwild ist der Wolf jedoch bis heute nicht im Jagdgesetz als jagbare Tierart verankert. Vielmehr gilt für den Wolf nach der FFH-Richtlinie der Europäischen Union der höchste Schutzstatus. Das bedeutet, die rund 380.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland sind für die Hege nahezu aller Wildtiere zuständig - mit Ausnahme des Wolfes. Für den Wolf gibt es dagegen in den 13 Flächenbundesländern unterschiedliche Wolfsmanagementpläne, die alle bürokratische und komplizierte Strukturen schaffen.

Deshalb streben wir zunächst einmal die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz an. Ohne Aufnahme des Wolfes in die Jagdzeitenverordnung des Bundes oder einer der Jagdzeitenverordnungen der Länder würde sich auch nichts am Schutzstatus des Wolfes ändern. Mit der Expertise der Jägerinnen und Jäger könnte das Monitoring allerdings erheblich erleichtert werden.

Darüber hinaus werden klare und bundesweit einheitliche Regelungen zur Schadensprävention sowie zur Entschädigung bei Nutztierrissen durch Wölfe gebraucht.

Unser Antrag zum Nachlesen:

1900584.pdf857.84 KB

Meine Rede zur ersten Lesung im Plenum des Bundestages: